Neues aus der Bibliothek

Heute gibt es was neues von Miss Daisy. Die kleine Giftmischerin ermittelt wieder. Kater Braun feiert Weihnachten. Ein Ostfrieslandaufenthalt gibt es  und es geht um die Lebengeschichte einer Kaufhausfamilie.

Carola Dunn: Miss Daisy und der tote Professor

Zum Buch: 
Ob sich Miss Daisy da nicht überschätzt hat? Ihr Schwager Lord John hat sie gebeten, herauszufinden, wer ihm seit einiger Zeit diese kompromittierenden anonymen Briefe ins Herrenhaus von Oakhurst schickt. Zu Anfang kommt sie ausgesprochen gut voran mit ihren Ermittlungen, doch dann entdeckt sie eines Nachmittags auf dem Friedhof eine Leiche, erschlagen von einem Granitengel. War es ein Unfall oder gar Mord? Und führt die Spur zu dem treuherzigen Landpfarrer, dem eleganten Arzt oder den frömmelnden Damen in ihren viktorianischen Villen? 
Ein neuer Fall für die junge, charmante Miss Daisy und ihren Verlobten Alec Fletcher von Scotland Yard. 



Diesmal muss Daisy einem Familienmitglied helfen. Ihr Schwager Johnnie bekommt merkwürdige Briefe. Unter dem Vorwand das Alexs Tochter Belinda der Sommerhitze entkommen kann fährt Daisy zu ihrer Schwester und ihrem Schwager. Schnell stellt sich heraus das es noch mehr solcher Briefe gibt und noch mehr Opfer. Doch wer ist denn nun der Täter, denn ein Motiv hat mehr als eine Person. 

Diesmal war schwankte ich bei der Geschichte zwischen gelangweilt und nicht gelangweilt. Die Geschichte ist in einer typischen Agatha Christe Dorfgemeinschaft angesiedelt mit einer menge Klatsch und Tratsch. Doch leider gibt es zu viele Verdächtige mit nicht gerade eindeutigen Motiven. Motiven schon, aber kein Motiv das wirklich einen Mord wert ist. Und am Ende war es nicht der Gärtner aber doch eine Person die eindeutiger hätte nicht sein können. 

Mein Fazit: 
Ein Durchschnitt Tea Time Krimi. 4 Sterne. 


Ralph Sander: Kater Brown und die Adventsmorde

Zum Buch: 
Die Reisejournalistin Alexandra, ihr Kollege Tobias und Kater Brown fahren kurz vor Weihnachten ins malerische Ruhsleben, das sich jedes Jahr im Advent in ein Weihnachtsdorf verwandelt und Besucher aus aller Welt anzieht. Ein Höhepunkt des Weihnachtsmarktes ist die Aufführung der "Adventsmorde", die Ruhsleben weithin bekannt gemacht haben. Doch dann passiert tatsächlich ein Mord und Alexandra und ihrem Kollegen Tobias wird schnell klar, dass aus dem Schauspiel blutiger Ernst geworden ist. Ihrem Kater mit dem siebten Sinn für Verbrechen ist das natürlich schon gleich zu Beginn aufgefallen, und er tut alles, um den Menschen Hinweise auf den Mörder zu geben. Doch Kater Brown muss auch mit den Tücken seiner zunehmenden Berühmtheit kämpfen - und dann geschieht ein weiterer Mord.



Eigentlich sind Alex und Tobias nach Ruhsleben gefahren um einen Reisebericht über das Weihnachtsdorf und das Theaterstück: Die Adventsmorde zu schreiben. Doch dann geschieht wirklich ein Mord und genau nach dem Thema aus dem Theaterstück. Aber Kater Brown ist dem Täter schon auf der Spur. 

Ich habe das Buch  sinnigerweise kurz vor Ostern gelesen. Das hat der Geschichte aber einen Abbruch getan. Ich mag Kater Brown und wie  er  seine Menschen dazu bringt genau das zu tun was er will. Eben typisch für eine Katze. 
Die Geschichte selbst fängt doch recht harmlos an steigert sich aber im Laufe der Zeit und wird dann doch recht spannend. 
Diesmal habe ich doch recht lange gerätselt wer der Täter ist. Obwohl ich ja einen Verdacht hatte. 

Mein Fazit: 
Liebe Kater Brown. 5 von 5 Sternen. 


Kuhnert/ Franke: Krabbenbrot und Seemannstod

Zum Buch: 
Im Hafen von Neuharlingersiel liegt der Chef der Krabbenschälfabrik – mausetot. Für die Ermittler steht schnell fest: Hauke Matthiesen soll den Mord aus Eifersucht begangen haben. Doch Haukes Freunde, Dorfpolizist Rudi, der gutmütige Postbote Henner und seine neue Nachbarin, Lehrerin Rosa, wollen das nicht glauben. Sie sind überzeugt, dass die Kripo Wittmund den Falschen am Wickel hat. Und weil niemand ihnen zuhört, krempeln sie eben selbst die Ärmel hoch und ermitteln. Mit ihren eigenen Methoden. 



Eigentlich will Postbote Henner nur seine Ruhe haben. Doch das sieht seine neue Nachbarin die Lehrerin Rosa anders und nötigt ihn dazu ihr zu helfen ihren entflohenen Beo wieder einzufangen. Der hat es sich am Hafen von Neuharlingersiel gemütlich gemacht. Pech nur das dort auch noch eine Leiche liegt. Schnell ist ein Täter gefunden. Doch Henner sieht das anders und zusammen mit seinem besten Freund dem Dorfpolizisten Rudi und Rosa beginnt der zu ermitteln. 

Die Geschichte hätte wirklich witzig sein können, wenn es in dem Fall nicht zu viele "Ermittler" gäbe. Drei ist einfach einer zu viel. Jeder ermittelt anders und denkt auch anders. Verdächtige gibt es einige. 
Was mich wirklich genervt hat war Rosa. Irgendwie habe ich von der ersten Zeile an eine Aversion gegen die Frau. 

Mein Fazit: 
Eben ein Ostfriesenkrimi. Manchmal mag ich sie meistens aber nicht. 3 von 5 Sternen. 


Alan Bradley: Flavia de Luce_ Das Geheimnis des kupferroten Toten: Short Story

Zum Buch: 
»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht ... Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!



Flavia bekommt eine geheimnisvolle Botschaft auf Buckshaw zugestellt. Ein Mord ist in dem ehemaligen Internat ihres Vaters geschehen. Flavia ist in ihrem Element und macht sich sofort auf den Weg. Vor Ort findet sie einen toten Mann in einer Badewanne liegen. Doch warum ist er so rot?

Endlich, endlich, endlich ermittelt Flavia wieder mal.  Es wurde aber auch langsam wieder mal Zeit. Diesmal hat sich der Autor lange Zeit gelassen. Obwohl dies nur eine Kurzgeschichte von 27 Seite. Doch das tut dem ganzen nicht den Abbruch. Spannend wie immer. 
Diese Geschichte ist übrigens nur als Ebook erhältlich. 

Mein Fazit: 
Ich liebe die Geschichten um die kleine Giftmischerin. 5 von 5 Sternen


Heidi Rehn: Das Haus der schönen Dinge

Zum Buch: 
Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten ernannt wird, glaubt er sich und seine Familie als gleichwertige Mitglieder der Münchner Gesellschaft anerkannt. Zwar begegnet seine Frau Thea Jacobs Enthusiasmus mit einer gewissen Skepsis, doch der Erfolg des Kaufhauses belehrt sie eines Besseren.
Tochter Lily übernimmt das Kaufhaus am Münchner Rindermarkt in den goldenen 20ern und wähnt sich am Ziel aller Wünsche. Eine glückliche Zukunft scheint auf die Familie zu warten, doch als die Nazis die Macht ergreifen, müssen die Hirschvogls erleben, wie sich Bayern und München, das für sie stets Heimat war, plötzlich gegen sie wendet …




Der Kaufmann Jacob Hirschvogl hat den Traum vom eigenen Luxuskaufhaus. Viele Jahre träumt er davon und beginnt irgendwann mitten in München seinen Traum zu erfüllen. Erst ohne die Hilfe seiner Frau. Später auch mit ihr. 
Unterstützt werden die beiden von ihrer Tochter Lily, die später das Kaufhaus auch übernimmt. 
Die Familie Hirschvogl lernt schnell das man sich nicht nur an die gut betuchten Kunden sondern auch an den kleinen Mann halten muss. Und was es heißt mit Widrigkeiten, Freude, Liebe, Kummer, Vorurteilen und Neid zu kämpfen. Und dann sind da ja noch die beiden Weltkriege.... 

Ich könnte noch so viel mehr über diese Buch schreiben. Es hat mich förmlich in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen. Interessanterweise habe ich eine menge Parallelen zur heutigen Zeit gefunden. Obendrein lernt man vieles über die Kaufhausdynastinen. Was wohl die wenigsten meiner Generation wussten. 
Auf den letzten 100 Seiten habe ich fast mit angehaltenem Atem das Buch gelesen, weil ich vor Anspannung so ergriffen war. 
Mein einziger Kritikpunkt. Es gibt zu dem Buch noch ein Prequel. Ich finde die 30 Seiten hätte man ruhig in diesem Buch noch aufnehmen können. Quasi als Vorgeschichte. 

Mein Fazit: 
So schön, so traurig, so grausam, so ehrlich und einfach wunderbar einzigartig. 5 vo 5 Sternen. 

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