Neues aus der Bibliothek

Da bin ich mal wieder mit einem kleinen Stapel Büchern die ich in den letzten Monat gelesen habe. Irgendwie bin ich im letzten Jahr nicht wirklich zum lesen gekommen.
Heute dreht es sich wieder mal um die neugierige Miss Daisy, um Jack und Sarah aus Cherringham, um einen schottischen Weihnachtskrimi, um eine Weihnachtsgesellschaft a la Miss Marple und Kater Brown



Carola Dunn: Miss Daisy und die tote Sopranistin



Zum Buch:
Mord im Konzert! Bei ihrem Debüt in der Londoner Royal Albert Hall im Jahre 1923 bricht die Mezzosopranistin Betsy tot auf der Bühne zusammen. Miss Daisy Dalrymple, eine junge Adlige mit journalistischen Ambitionen, und ihr Freund Alec Fletcher von Scotland Yard ermitteln und erweisen sich schnell als findige Experten für komplizierte Künstlerseelen und skandalöse Affären. Aber bis geklärt ist, wer Betsy vergiftete, erleben die beiden so manche bedrohliche Überraschung.






Daisy und ihr Freund Inspektor Fletcher besuchen zusammen ein Konzert. Hier tritt Betsy, eine junge und erfolgsversprechende Sopranistin auf. Betsy und ihre Schwester sind auch rein Zufällig Daisys und Lucys Nachbarn. Und wie sollte es anders sein mitten im Konzert fällt Betsy tot um.
Bald stellt sich heraus das Betsy alles andere nur nicht beliebt war. Doch wer hatte ein Motiv? Ihr Ehemann, ihre Schwester oder vielleicht doch ein verschmähter Liebhaber?


Ich mag die Miss Daisy Reihe inzwischen echt gerne. Man kann sie nicht mit Miss Marple vergleichen, denn dazu hat Daisy ihren eigenen Charme und Witz.
Dieser Krimi ist das reinste Verwirrspiel, aber gerade das macht die Geschichte dann auch aus und zeigt doch ein überraschendes Ende (?).


Mein Fazit:
5 von 5 Sternen.




Carola Dunn: Miss Daisy und der Mord im Flying Scotman



Zum Buch:
Der legendäre Luxuszug ist gerade auf dem Weg von London in den kalten Norden Schottlands, als eine mysteriöse Leiche einen ganzen Clan in Verdacht bringt ... Gut, daß auch Miss Daisy Dalrymple unter den Reisenden ist, jene scharfsinnige Journalistin, deren Beobachtungsgabe Scotland Yard schon in so manchem Fall aus der Bredouille geholfen hat. Zur großen Freude von Miss Daisy kann nun auch Alec Fletcher, der charmante Chief Inspector, nicht weit sein. Das einzigartige Ermittlerteam kreist die Tatverdächtigen mit raffinierten Methoden immer enger ein ...








Eigentlich ist Daisy auf dem Weg nach Schottland um dort eine ihrer Reportagen für die Zeitung zu schreiben. Doch Daisy wäre nicht Daisy wenn sie sich nicht wieder sofort in einem Mordfall verwickeln lassen würde. Doch bevor dies geschieht erlebt sie noch eine andere Überraschung. Belinda Alec Fletchers Tochter taucht unverhofft im fahrenden Zug auf. Und Daisy sieht sich gezwungen nicht nur mit dem Kind auseinander zusetzen sondern auch Alec zu informieren. Doch bevor dieser auftauchen kann findet die kleine Belinda einen toten Passagier ...


Wer jetzt eine  Geschichte a la Mord im Orientexpress erwartet wird vielleicht enttäuscht sein. Und doch ist es irgendwie doch so wie im Christie Roman und doch auch wieder ganz anders. Aber genau das macht ja diese Reihe aus. Man erwartet etwas im Christie Stil. Ist vielleicht erst enttäuscht und doch dann wieder gebannt, weil es  am Ende doch spannend ist. Zu mal Daisy sich diesmal auch noch mit einem anderen "Problem" herumschlagen muss.


Mein Fazit:
5 von 5 Sternen, weil ich diesen Stil und die Geschichte mag.


Laura Steel: O, du Tödliche



Zum Buch:


 Ein paar Tage vor Heiligabend kehrt Megan Fairchild in das schottische Fort Augustus zurück, um dort eine Stelle als Lehrerin anzutreten.
Eingefangen von der winterlichen Idylle der Highlands und der weihnachtlichen Stimmung im Dorf freut sie sich auf eine besinnliche Adventszeit - bis sie plötzlich im Schnee eine blutige Entdeckung macht.
Sofort wird ihr von der abergläubischen Nachbarin Miss McDermitt aufgeregt erklärt, dass dies mit dem alten und angeblich verfluchten Herrenhaus „Tantallon Hall“ zu tun haben muss.
Und obwohl ihr Inspektor Grant dringend von weiteren Schnüffeleien abrät, ermittelt Megan schon bald wieder auf eigene Faust...







Megan ist in ihre neue Heimat nach Schottland gezogen um dort als Lehrerin zu arbeiten. Und das alles kurz vor Weihnachten.
Doch schon am zweiten Tag macht sie eine blutige Entdeckung und das vor ihrem Haus. Natürlich ist eine abergläubische Nachbarin nicht weit um ihr eine gruselige Geschichte zu erzählen. Megan beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.


Also ich gebe zu das mich der Titel so kurz vor Weihnachten gereizt hat. Aber das war es am Ende auch alles. Dies schein ein Roman aus einer Reihe zu sein. Damit kann ich ja noch leben. Aber der Grundbau der Geschichte hätte eher zu Halloween als zu Weihnachten gepasst und war für meinen Geschmack zu gruselig.
Hinzukommt das mich die Geschichte zwischen dem Inspektor und Megan am Ende total genervt hat. Er will, sie aber nicht. Sie will, er dann aber nicht. Und das zieht sich echt durch die ganze Geschichte das es am Ende einfach nur genervt hat.


Mein Fazit:
Kann man lesen. Muss man nicht. Es sei denn man steht auf Horror zur Weihnachtszeit im Halloweenstil. 3 von 5 Sternen.




Ralph Sander: Kater Brown und die tote Weinkönig



Zum Buch:
Mitten in ihrer Rede bricht Weinkönigin Monika I. bei einem Weinfest im badischen Irthingen tot zusammen. Alles deutet auf einen tragischen Tod aufgrund eines angeborenen Herzfehlers hin. Doch Alexandra Berger, die gerade eine Reisereportage über die beschauliche Weingegend schreiben will, kommt an den Umständen von Monikas Tod einiges merkwürdig vor.

Gemeinsam mit Kater Brown und ihrem Kollegen Tobias, die ihr auch schon bei der Aufklärung der Klostermorde in der Eifel tatkräftig geholfen haben, fängt sie an, sich umzuhören. Bei seinen Nachforschungen stößt das Trio auf eine jahrzehntelange Fehde zwischen zwei benachbarten Weindörfern, jede Menge Lügen, Intrigen und Vorurteile. Und wer ist der geheimnisvolle Freund, dessen Namen Monika nicht verraten wollte?









Kater Brown hat also wirklich die Reporterin Alex adoptiert und ist ihr aus dem Kloster in sein neues Zuhause gefolgt. Nun ist Alex gezwungen den Kater mit zu ihren Reportagen zu nehmen. Und Kater Brown hat nicht umsonst seinen Namen, denn so gleich schlittern er und sein neues Frauchen in einen neuen Fall.
Eigentlich will Alex nur eine Reportage über ein Weinfest schreiben und eine alte Freundin besuchen. Doch bevor sie damit beginnen kann wittert Kater Brown schon wieder einen neuen Mord. Die neue Weinkönigin fällt mitten in ihrer Rede tot um. Alles sieht nach Giftmord aus. Doch wer hatte ein Motiv?


Ich bin vor ein paar Jahren durch Zufall auf den ersten Roman Kater Brown und die Klostermorde gestoßen.  Lange war nichts mehr von Kater Brown zu hören als ich vor kurzen überraschenderweise ein weiteres Buch entdeckte. Doch zu meiner Überraschung gab es dieses nur als Ebook und eine ganze Reihe von Bücher dazu. Ich war neugierig und lud  mir das zweite Abenteuer runter. Und ich muss sagen es hat sich nichts verändert. Kein laut sprechender Kater. Sondern einer der nur so handelt wie echte Katzen auch. Die eigentlichen Ermittlungen führt sein Frauchen Alex und deren Kollege Tobias, der auch wieder mit von der Partie ist aus.


Mein Fazit:
Ich werde Reihe weiter lesen. 5 von 5 Sternen




Costello/ Richards: Tiefer Grund: Ein Cherringham Krimi



Zum Buch:
In der Nacht der Abschlussfeier an der Cherringham High School ertrinkt der junge Lehrer Josh Owen in der Themse. Und alles spricht für einen Unfall unter Drogeneinfluss! Die neue Schuldirektorin will der Sache auf den Grund gehen und bittet Sarah diskret um Hilfe. Nach vielen gemeinsamen Ermittlungen mit ihrem Freund Jack muss diese nun zum ersten Mal einen Fall auf eigene Faust lösen - nicht ahnend, dass sie einem dunklen Geheimnis auf der Spur ist, welches auch ihre eigene Familie in Gefahr bringt! Aber dann kehrt ihr alter Ermittlungspartner nach Cherringham zurück - doch unter gänzlich anderen Vorzeichen. Wird er Sarah auch diesmal wieder unterstützen?






 Seitdem Jack plötzlich auf und da von ist hat sich auch für Sarah die Zeit weiter gedreht. Ein Jahr ist vergangen und Sarah ist in ihr neues Haus zusammen mit ihren Kindern gezogen. Ihr Geschäft läuft und Jacks Hund ist bei ihr eingezogen. Kurz um die Ruhe ist eingekehrt.
Doch dann stirbt ein junger Lehrer auf merkwürdige Weise. Die neue Direktorin bitte Sarah um Hilfe. Wird Sarah den Fall ohne Jack lösen können?


Natürlich ist schon mal klar das Jack wieder auftaucht. Doch warum ist er verschwunden? Und warum kehrt er jetzt doch wieder nach Cherringham zurück? Und wird er auch bleiben?
Jeder menge Fragen die im laufe der Zeit geklärt werden genauso wie natürlich auch der Fall.
Der Fall selber ist für meinen Geschmack etwas zu seicht und für mich war doch recht schnell klar wer der Mörder war und sein Motiv. Doch irgendwie ist der Fall auch nur eine Randerscheinung in diesem Buch. Klar nach dem finalen Staffelende musste ja irgendwas große kommen.  Ein richtiger Roman.


Mein Fazit:
Trotzdem ein gutes Buch. 4 von 5 Sternen.




Costello/ Richards: Cherringham - Ungebetene Gäste: Weihnachtsspecial



Zum Buch:
Seit Jahren tritt Bill Vokes auf der großen Weihnachtsfeier von Cherringham als Weihnachtsmann auf. Nur in diesem Jahr ist er kurz vor der Feier auf einmal spurlos verschwunden. Das ganze Dorf ist ratlos. Ist dem liebenswerten Bill, der wie kein anderer die Weihnachtszeit in Cherringham verkörpert, etwas zugestoßen? Jack und Sarah übernehmen den Fall und entdecken bald, dass diesen Weihnachtsmann Geheimnisse umgeben, die sich niemand hätte vorstellen können ...








 Seit Jahren ist es Tradition das Bill Vokes als Weihnachtsmann in Cherringham auftritt. Doch dieses Jahr verschwindet er kurz vor seinem Auftritt. Alles deutet auf eine Entführung hin.


Ich habe immer wieder bemängelt das Weihnachtsfolgen angekündigt wurden die dann so richtig unweihnachtlich waren. Diesmal ist es richtig weihnachtlich im Buch. Mit Schnee, Deko und Weihnachtsessen und vielleicht auch einem Mord(?).
Diese Buch ist ein Spezial und wird dem auch gerecht.


Mein Fazit:
Nette kleine Weihnachtsgeschichte. Nicht nur für die Weihnachtszeit. 5 von 5 Sternen.




Georgette Heyer. Mord vor dem Weihnachtsdinner



Zum Buch:
England, 1938: Nat Herriard ist ein menschenscheuer Sonderling und seine Familie besteht für ihn vor allem aus Erbschleichern, Verrückten und Parasiten. Kein Wunder also, dass sich auf seinem Landsitz "Lexham Manor" trotz aller Bemühungen der Angestellten nicht einmal an Weihnachten eine festliche Stimmung bei den geladenen Gästen einstellen will.

Und so ist zunächst auch niemand beunruhigt, dass der Hausherr am Heiligabend länger als üblich auf sich warten lässt. Noch wissen die Gäste nicht, dass Nat Herriard tot in seinem von innen abgeschlossenen Arbeitszimmer liegt. Er wurde ermordet und jeder der Gäste hat ein Motiv ...

Inspektor Hemingway steht vor einem Rätsel und muss seinen bisher schwersten Fall lösen.










In Lexham Manor versammelt sich die Familie zum Weihnachtsfest. Obwohl eigentlich will der Hausherr dieses gar nicht feiern. Für ihn besteht die Familie nur aus Erbschleichern, Verrückten und Schmarotzern. Daraus macht er auch keinen Hell und so ist es auch nicht verwunderlich das er am Heiligabend tot aufgefunden wird.


Für mich hat sich die Geschichte ein bisschen wie The Gosford Park imStil von Agatha Christi gelesen. Gewisse Personen werden so eindeutet als Tatverdächtige dargestellt das schon mal klar ist das sie es nicht sein können.
Da ich immer gerne nach dem Motto lese: Glaube immer das es die Person sein kann der man es am wenigsten zu traut, war mir sehr schnell klar wer der Mörder sein kann. Und ich lag auch richtig. Das warum war mir auch klar. Nur das wie noch nicht. Das war auch der Grund warum ich bis zum Schluss mit dem lesen durchgehalten habe.


Mein Fazit:
Das ist wohl nur was für echte Fans. 3 von 5 Stern



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