Salongeflüster: Die Abenteuer des Herrn Fuchsberger: Eine kleine gute Nachtgeschichte

Hallo, ich bin es der Herr "Fuchsberger", Blacky Fuchsberger.


Nun werden die Tage immer kürzer und ich darf nicht mehr so lange raus auf meinen Außenbereich. Mein Dosenöffner friert immer so schnell. 

Ich habe doch keinen Pelz an, Herr "Fuchsberger" und Du spielst ja hinterher nicht meine Wärmflasche. 


Neulich saß ich deshalb vor der Voliere und beobachtet die drei Musketiere und als ich zum Sprung ansetzte da sagte meine Dosenöffnermami; nein Blacky. 

Genau mit Nachdruck. Die schmecken doch auch gar nicht. 

Da habe ich so nach gegrübelt, wenn ich die nicht fressen darf, warum wohnen die dann bei uns?

Jetzt  muss mich ich mir ein Lachen verkneifen, Herr "Fuchsberger". Dich habe ich doch auch nicht aus dem Tierheim geholt, weil ich dich "fressen" wollte. 
Aber gut, ich erzähl Dir mal kurz die Geschichte wie Mr. Abu zu uns kam, denn im Gegensatz zu Miss Luise "Lulu" und Earl Grey war er gar nicht geplant. 

Es war im Sommer 2006, wir waren gerade aus Paris zurück. Dort hatte ich ein paar Tage mit meiner besten Freundin, meinem Patenkind und meiner Schwester in Disneyland verbracht. 
Wie das so nach einem Urlaub ist steht das auspacken und Wäsche waschen dann an. 
Damals leben noch Madame Maxi, Sir Hugo, Miss Luise großer Bruder, Lulu selber und Lady Jamie bei uns. 
Wie das an so einem schönen warmen Sommertag ist stellte ich die Voliere mit den Papageien raus und holte die trockenen Wäsche wieder rein. 
Ich ging noch einmal raus, weil ich den Wäschetrockner zusammenschieben wollte und wurde fast vom Schlag getroffen. Da hing von außen ein grüngelber Pagagei. Lulu. Ach duch heiliges Kanonenrohr, war mein erster Gedanke. Ich schlich rückwärts wieder ins Zimmer zurück um ein Handtuch zu holen. Dann ging ich ganz langsam wieder raus und dachte nur: bitte lieber Gott, lass mich Lulu einfangen. Bitte. Ich mach auch nie wieder was dummes. 
Lulu war bekannt dafür das sie gerne über den Wassernapf ausbrach. Aber ich war mir ganz sicher das ich diesmal darauf geachtet hatte das sie nicht offen war. 
Ich ging also hin, griff zu und hatte einen Vogel in der Hand. 
Ich schaute das Tier an und dachte nur. Das ist ja gar nicht Lulu. Ich blickte in die Voliere zählte durch 1,2,3,4 und schaute auf das Tier in meiner Hand. Ach du Schande das ist sie ja gar nicht. 

Ich mach es kurz: 
Ich stürmte in das Zimmer zurück. Knallte die Tür hinter mir zu und rannte in die Küche zum Telefon. Kurz darauf nahm meine Mutter den Hörer ab: Ich erzählte ihr knapp was ich eben erlebt hatte und bat sie in den Keller zu gehen und einen Transportkäfig zu holen. 5 Minuten später saß ein verängstigter kleiner 6 Wochen alter Vogel im Transportkäfig mit Futter und Wasser versorgt. 

Gut zwei Stunden liess ich ihn dort drin, dann setzte ich ihn zu den anderen in die Voliere. Dort hat er die ersten 24 Stunden nur geschlafen. 
Am Montag bin ich dann mit dem damals noch namenlosen, geschlechtslosen Vogel zu meinem Tierarzt gefahren. Dem Tier ging es lt dem Doktor gut, er war nur viel zu früh von seiner Mutter getrennt worden. 
Ich habe noch zwei Wochen bei uns Ausschau gehalten ob jemand den kleinen Kerl vermissen würde. War aber nicht der Fall also habe ich ihn behalten. 

Gut zwei Wochen später hatte sich dann das Tierchen als Männchen entpuppt. Wir schrieben Namen auf Zettel, weil wir  uns nicht mit dem Namen entscheiden konnten und weil wir gerade aus Disneyland zurück waren waren das lauter Namen von Disneyfiguren. Das Los entschied dann das der kleine Papagei Abu, nach dem Affen aus Aladin heißen sollte. Später wurde dann Mr. Abu daraus.

Abu hat sie nie ganz von seinem Abenteuer erholt. Er ist etwas kleiner als die anderen. Aber er ist frech und vorlaut wie seine Gefährten. Inzwischen ist er schon 9 Jahre alt und es geht ihm prächtig. 

Das war eine schöne Geschichte, Mami. Gääääähn. Nun will ich schlafen, denn morgen muss ich ja wieder die Musketiere beobachten. 





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