Der letzte Teil der Hansen Saga

Robert Brack: Die schwarze Schlange

Zum Buch:
Hamburg 1941: Seit Kriegsbeginn herrscht Verdunklungszwang, Swing tanzende Jugendliche bekommen Schwierigkeiten. Heinrich Hansen, Leiter der Polizeiwache Davidstraße in St. Pauli, soll einen aussichtslosen Mordfall bearbeiten: Ein Chinese wurde in Hamburgs Chinatown erstochen. Wenig später wird auch ein Deutscher tot aufgefunden, der wie der Chinese die Tätowierung einer schwarzen Schlange trägt. Heinrich Hansen ahnt, dass es sich nicht um gewöhnliche Mordfälle handelt. Und bald gerät auch sein Leben in Gefahr ...
St. Pauli zur Zeit des Nazi-Regimes


Die Zeit ist wieder gut 20 Jahre weiter gelaufen. Der zweite Weltkrieg ist im vollen Gange. Auch Heinrich Hansen und seine Freunde bekommen das zu spüren. 
Hansen wird seines Posten enthoben, weil er nicht in der Partei ist. Klaas fürchtet um sein Leben. Jan hält sich sehr zurück und versucht wenigstens seinen jüngsten Sohn auf dem "richtigen Weg" zu halten. Piet ist abgetaucht in den Untergrund. Und selbst die einst so schillernde Lilo führt ein sehr ruhiges Leben. Und dann ist da ja auch noch Friedich von Schuhlten, ist er inzwischen ein Doppelagent oder was sind seine Beweggründe das er Hansen immer wieder an dessen Schwester Elsa erinnert? Lebt diese am Ende doch noch?
Und als ob das nicht schon genug ist bekommt Hansen auch noch eine  Mordfall auf den Tisch vom dem er nicht weiß was er halten soll. Ist es nun ein Bandenmord oder aber steckt doch etwas anderes dahinter?

Dieses Buch steckte voller Überraschungen. Alle Figuren aus den ersten beiden Romanen tauchen wieder auf. Doch auch diesmal sind die Rollen sehr unterschiedlich verteilt. Während in den ersten beiden Romanen Jan und Klaas eine wichtige Rolle für Heinrich spielen sollte es nun Piet sein. Jan wird eigentlich nur am Rande erwähnt und Klaas Schicksal sehr kurz aber traurig abgespeißt. Einzig Lilo und Friedrich spielen neben Heinrich weiterhin eine wichtige Rolle. Genauso wie die Frage was geschah mit Elsa Hansen. Eins scheint immer irgendwie klar gewesen zu sein Elsa ist nicht tot. Oder doch? Und wenn nicht warum versteckt sie sich?
Am Ende werden aus Feinden Freunde oder sind sie doch nur Verbündete, weil die Zeit es so erfordert.  
Das Schicksal meint es nicht unbedingt gut mit den "Freibeutern" das wird immer mehr klar so bald sich das Buch dem Ende nährt. 

Mein Fazit: 
Ein guter, wenn auch teilweise, trauriger Abschluss der Saga. Aber kann man etwas anderes erwarten? Die Zeiten damals waren ja alles andere als gut. 5 von 5 Sternen.

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