Laientheater oder Schulaufsatz?

Anna Engel: Der Tote der ein Geheimnis hatte: Sir Arthur Langdales erste Fall

Zum Buch:
Sir Arthur Langsdale und seine Frau Lady Franziska führen zusammen mit ihren Hunden Winston und Churchill ein ruhiges Leben in ihrem kleinen Schlösschen in Bigglesham. Im nahe gelegenen Cambridge haben beide vor einiger Zeit den Mord an einem Nobelpreisträger aufgeklärt. Seither bittet sie Superintendent Margaret Burrows um Hilfe bei gewissen Mordfällen. Der grausame Mord an dem älteren Herrn Edgar Grant ist so einer. Auf Bitte der Polizei hin, nimmt Sir Arthur Langsdale mit seiner Frau die Ermittlungen auf und deckt nach und nach Edgar Grants dunkle Seite auf. Es gibt zahlreiche Tatverdächtige. Eine schwere Aufgabe, die da auf die Langsdales wartet, den wahren Mörder zu entlarven ... 


Edgar Grant wird erschlagen und an einem Baum genagelt vorgefunden. Doch wer hat dem alten Mann das angetan? War er wirklich so unbeliebt bei seinen Nachbarn und Bekannten? Sir Arthur Langsdale beginnt zu ermitteln...


Die Idee zu der Geschichte fand ich ja wirklich gut. Obwohl ich gleich zu Beginn darüber nachdenken musste warum so ein komischen Titel dafür verwenden musste. Und warum mir das ganze irgendwie so bekannt vorkam.
Der Groschen, was den Titel betriff,t fiel dann bei mir recht schnell. Es gibt das so eine berühmte britische Serie, im übrigen auch mit sechs Romanen, die auch teilweise solche Titel haben. Kein Wunder über die Serie wird im Laufe der Geschichte so oft gesprochen das man denken könnte das die Autorin entweder ein großer Fan ist oder aber Schleichwerbung betreibt.
Die Geschichte selber bzw der Stil ist so was von schlecht, das ich mich jetzt schon mal sehr weit aus dem Fenster lehne und behaupte das wohl schlechteste Buch des Jahres gelesen zu haben. Und das Jahr ist erst 4 Wochen alt.
Die beiden „Ermittler“ in dem Fall sind ein 40 jähriger Lord und seine 5 Jahre jüngere deutsche Frau. Doch die beiden sind, für meinen Geschmack, so angelegt das er wir achtzig wirkt und sie wie ein zwanzigjähriges blondes Dummchen.
Die beiden ermitteln mit einer absoluten Übertriebeinheit in dem Fall und bekommen auch überall antworten und Einlass das das ganze nicht normal ist. Die Überheblichkeit der beiden und die Dummheit der Polizei suchen in dem Fall seines gleichen. Immer wieder wird dabei darauf hingewiesen das sie schließlich in einem anderen Fall seeeeehr erfolgreich der Polizei geholfen haben und nur die beiden in der Lage waren den Fall zu klären. Warum, bitteschön, wurde dann dieser Fall nicht als Einstiegsstory für die Reihe genommen? Normalerweise kommen doch Privatpersonen nur durch Zufall an einen Mordfall und mischen sich ungefragt ein und klären den Fall.
Genauso platt sind auch die Dialoge. Oft wiederholen sich Handlungen in zwei aufeinanderfolgenden Sätze. Die Dialoge lesen sich als seinen sie von einer Laienspielgruppe niedergeschrieben worden und gesprochen.
Das ganze erinnert stark an einen Schulaufsatz nach dem Motto: Schreiben sie ihren ersten Krimi.

Mein Fazit:
Ich kam mir vor wie bei einer Vorpremiere eines Theaterstücks mit der Gewissheit das es nach der Premiere gleich wieder abgesetzt wird. 1 von 5 Sternen.

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