Zu viel Krieg

Philip Rock: Abingdon Hall - Der letzte Sommer: Roman  

Zum Buch :
Europa im Oktober 1914. Der Krieg naht, doch in diesem letzten Sommer hat er Abingdon Hall noch nicht erreicht. Hier, auf dem luxuriösen Landsitz der Familie Greville, nehmen die Partys und Romanzen ihren Lauf. Alexandra Greville, die Tochter des Hauses, macht sich für ihre Saison als Debütantin bereit, während ihr Bruder Charles einer hoffnungslosen Liebe nachtrauert. In den unteren Etagen, bei der Dienerschaft, bemüht sich das neue Hausmädchen Ivy, sich den Routinen der eingeschworenen Bediensteten anzupassen – und möglichst wenig aufzufallen. Doch lange kann der Krieg auch auf Abingdon Hall nicht mehr verleugnet werden … 



England 1914. Der erste Weltkrieg ist auf dem Vormarsch. Doch auf Abingdon Hall merkt man davon noch nicht viel. Hier feiert man rauschende Feste. Der Sohn des Hauses trautet einer verlorenen Liebe  nach und seine jünger Schwester schwelgt im Ballrausch und Hochzeitskanditaten. Doch dann holen Fenton, Charles, Alexandra, Martin und Ivy der Krieg ein...

Dieses Buch trügt vom Anfang an. Das Cover und der Titel klingen nach einem typischen Mädchenbuch, das sich rasch runter lesen lässt. Doch der Schein trügt. Während zu Beginn das Buch noch nach Festen, Liebelein, "alltäglichen" Hochzeitsproblemen und dem Alltag des Personals aussieht wechselt der einfache Stil ganz schnell in Langatmigkeit. 
Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt wie man ein Buch über 640 Seiten auf das Leben der reichen und armen Menschen zu Beginn des letzten Jahrhunderts bringen will. Und musste schnell merken das diese Geschichten nur Randerscheinungen sein sollte. Alles, wirklich alles dreht sich in dem Buch um den Krieg. Typisch Mann, kann ich da nur sagen, denn einer Frau würde es wohl kaum  450 Seiten nur über Kriegschauplätze zu schreiben. Der Rest ist gespikt mit Intrigen, Liebschaften, Eheschließungen der Ober- und Unterschicht miteinander oder auch nicht. 
Das Ende des Buche kommt dann sehr plötzlich und wir auf ein paar Seiten dargelegt, was aus den einzelen geworden ist. 

Mein Fazit: 
Das Buch war zäh wie eine alte Schuhledersohle. Ich frage mich immer noch warum ich bis zum Schluss durchgehalten habe.   2 von 5 Sternen. 

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