Der kleine Belgier ermittelt wieder.

Sophie Hannah: Die Monogramm-Morde: Ein neuer Fall für Hercule Poirot

Zum Buch: 
Eine Sensation! Hercule Poirot ermittelt wieder. 1920 erschien der erste Kriminalroman von AgathaChristie. Seither haben sich ihre Bücher weltweit mehr als zwei Milliarden Mal verkauft. Jetzt haben die Erben von Agatha Christie erstmals der Veröffentlichung eines neuen Romans zugestimmt, der die beliebteste Figur der Schriftstellerin wieder zum Leben erweckt. Die Bestsellerautorin Sophie Hannah ist seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ein großer Fan von Agatha Christie: »Es ist Hercule Poirot und Miss Marple zu verdanken, dass ich Krimiautorin geworden bin. Ich fühle mich unendlich geehrt, dass man mir dieses wunderbare Projekt anvertraut hat.«



Hercule Poirot sitzt in einem von ihm viel geliebten Coffee House als eine junge Frau herreinstürzt und ihn bitte nicht in einem Fall so zu ermitteln wie es sonst tut. Ja sie verlangt von ihm das sie Morde nicht aufgeklärt werden. 
Zur gleichen Zeit findet die Polizei in einem Luxushotel drei Leichen in unterschiedlichen Zimmern. Die drei Toten liegen gleich, weißen die gleichen Merkmale für die Todesfolge auf und haben alle einen Manschettenknopf mit Monogramm im Mund. 

  

Als ich von einigen Monaten las das es einen neuen Agatha Christie Roman geben sollte da war ich doch sehr überrascht. Zur Geschichte selbst wurde ja nichts vorab bekannt gegeben. Das einzige was ich las das eine Autorin sich einer der beliebtesten Christie Figuren annahm und einen neuen Krimi schuf.
Ich war gespannt und skeptisch zu gleich. Sophia Hannah war ja nicht die erste Autorin die sich einer Klassiker - Figur annahm.
Jetzt wo ich fertig bin mit lesen muss ich sagen das ich angenehm überrascht aber auch leicht genervt war.

Poirot ermittelt wieder einmal in London und bekommt in dem Fall tatkräftige Unterstützung von der Polizei. Nein, nicht von seinem Freund Hastings, wie man das vielleicht erwartet hätte sondern von Inspektor Catchpool. Es wäre wohl auch eine zu große Herausforderung gewesen noch einen weiteren Charakter mit ins Boot zu holen bei dem man sich genau an die Vorlage von Christie hätte halten müssen. Also her mit einem neuen Inspektor. Wer jetzt glaubt das Hastings schon naiv war der wird Catchspool wohl für sehr dumm halten. Hastings brauchte ja in den Originalkrimis schon immer so seine Zeit bis er etwas heraus fand aber Catchpool übertrifft ihn da noch. Ohne Poirot wäre der Fall nie aufgeklärt worden. (Wie auch, wenn der ermittelnde Beamte noch nicht einmal in der Lage ist eine Leiche anzuschauen.)
Die Geschichte selbst klingt wie ein typischer Christie Krimi und auch die viele Figuren drum herum passen perfekt in die Geschichte.
Im Grunde genommen wäre das ganze eine gelungene Geschichte, wenn die Autorin nicht einen Fehler begangen hätte und sich noch einer anderen Sache von der großen Agatha Christie angenommen hätte. Die Langatmigkeit.
Christie hat es schon immer verstanden Monologe und Dialoge in die Länge zu ziehen so das man am Ende erst einmal überlegen musste worum es am Anfang noch mal ging. Sophia Hannah hat die Queen of crime darin noch mal übertroffen. Ihre Monologe bzw Dialoge waren Streckenweise so langatmig das ich am Ende wirklich nicht mehr wusste worum es jetzt eigentlich gehen sollte. Schon alleine die Auflösung das Falls zieht sich über drei ,oder waren es vier Kapitel, hin. So das man aufpassen muss den Mörder nicht zu verpassen.
Ich war an manchen Stellen oft soweit das Buch zur Seite zu legen und aufzugeben, weil ich der Geschichte nicht mehr folgen konnte oder wollte. Was mich gerettet hat, das meist dann ganz plötzlich eine spannende Stelle kam die mich doch durchhalten ließ. Und ich die Chance bekam zu spekulieren wer der Mörder ist.
Streckenweise hatte ich das Gefühl das die Autorin nur versucht hat Seiten zu füllen. Warum? Christie Romane sind doch eh nur halb so dick wie ihr Buch.

Mein Fazit:
Poirot wird in diesem Buch seinem Charakter gerecht. Die anderen Charaktere gut. Die Story toll. Wenn nur nicht diese Langatmigkeit und die damit verbundene Verwirrtheit wäre. Auf Grund dessen ziehe ich einen Stern ab. 4 von 5 Sterne.

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