Mein Leben mit Herrn Fuchsberger: Familienzuwachs und andere Tiere

Ich bin bekanntlich sehr tierlieb. Und das von Geburt auf an. Kein Wunder. Ich bin ja auch von meinen ersten Lebenstagen an mit Tieren umgeben gewesen.
Meine Großeltern in der Stadt hatten immer Hunde. Deshalb liebe ich diese auch sehr. (Mir fehlt nur noch einer in meinem Minizoo.) Und meine Großeltern auf dem Lande hatte quasi eine Bauernhofzoo mit Hühnern, Gänse, Kaninchen, Katzen, Bienen und Co. Ich bin also in einem Zoo aufgewachsen.
Mein erstes eigenes Haustier bekam ich mit 5 Jahren nach einer schweren OP. Ich gehe jetzt hier nicht auf die Hintergründe ein. Aber ich bekam einen Vogel. Nein, nicht den jeder von uns im Kopf mit sich rum trägt. Ich meinen einen echten Minipapagei. Inzwischen wurden daraus 12 Stück. Mehr oder minder freiwillig.
Keine angst, die hatte ich nicht alle auf Schlag. Die Höchstzahl bezieht sich auf fünf.
Nun sind es nur noch drei. Miss Luise, 9 ½ Jahre alt, schwer Krebskrank. Mr. Abu, Findelkind und im Mai 8 Jahre alt geworden. Er ist seinen früheren Besitzer abgehauen. Obendrein war er lt. Aussage meine Tierarztes gerade mal 6 Wochen alt. Und somit auch zu früh von seiner Mutter getrennt worden. Unverantwortlich. Und Earl Grey ca 5 Jahre alt. Ihn habe ich übernommen, weil sein Herrchen gestorben ist.
Das sind aber auch meine letzten Papageien. Eigentlich wollte ich schon immer ein Tier auf vier Pfoten. Und eigentlich sollte es ein Hund sein. Aber ein Hund braucht Platz und noch mal so viel Zeit. Sicher ich habe einen Job, wo ich meinen Hund hätte mitnehmen können. Doch wollte ich jeden Tag meinem Tier den Streß aussetzen? Nein.
Also sollte es dann doch eine Katze werden.
Eigentlich wollte ich ja so lange warten bis die Papageien verstorben sind, doch sollten sich die drei Musketiere als genauso zäh erweisen wie meine Madame Maxi, dann würde ich wohl noch gut 10 Jahre warten müssen.


Also hieß im letzten Jahr meine Devise. Ist mein runder Geburtstag rum, dann geht es ab ins Tierheim ein Katze oder in meinem Fall war es ja dann ein Kater, holen.
Mir war von Anfang an klar, das Probleme in dem Fall vorprogrammiert sind. Und ich kann jedem nur gut raten sich das gut zu überlegen ob man eine weitere Tierart aufnimmt. Sicher im großen und ganzen vertragen sich die Tierarten. Siehe meine Freundin, die zwei Hunde und einen Kater hat. Aber Ärger gibt es früher oder später doch. Und es ist nicht schön das eine Tier wieder wegzugeben.
Deshalb kann ich jedem nur raten:
Überlegt Euch das gut mit der zweiten Tierart.
Habt Ihr auch Nerven wie Stahl, wenn es mal Probleme gibt.
Schmeißt ihr auch nicht gleich alles hin, wenn es mal brennslich wird. 
Und welches Tier passt zu meinem anderen Tier und mir. 


In meinem Fall war das ja Herr Fuchsberger. Und die Probleme kamen eher von seiner Seite als von der Seite der Musketiere. Die kannten ja schon Katzen. Durch meine Eltern, die 13 Jahre eine Katze hatten. Meine Musketiere waren ja öfter mal dort zu Besuch. Obendrein waren sie Katzenbesuch gewöhnt von meiner Nachbarin, die gleich zwei Katzen hatte. Und die kamen gelegentlich zu Besuch. Und da Vögel bekanntlich schlau sind wussten sie das ihn Kater und Katze nichts tun konnten, weil ja zwischen ihnen ein Gitter war.


Der Ärger ging also eher von Blacky aus. Blacky kannte Vögel nur vom Fenster im Tierheim aus und aus seinem Urinstinkt namens jagen.
Die ersten Tage mit ihm waren manchmal echt anstrengend. Denn, der schwänzelte nicht nur um die Voliere herum. Nein, er sprang sie natürlich auch an. Und irgendwann hatte er verstanden das er auch an ihr hochklettern konnte. Das sorgte wiederum für Unruhe in der Voliere. Auch zudecken, abends war ein echtes Drama. Blacky wollte ständig wissen was die Musketiere denn unter der Decke machten. Und sobald sie sich bewegten versuchte er darunter zu kommen.
Ich weiß nicht wie oft ich in den ersten Woche, nein Blacky gesagt habe. Das klettern auf die Voliere habe ich nie geschafft ihm abzugewöhnen. Liegt aber wohl eher daran, das dies der dritthöchsten Punkt im Cottage ist. Mit Blick aus dem Fenstern.


Inzwischen jagt man die Vögel nicht mehr. Sondern beobachtet man sie nur noch. Blacky liegt immer wieder mal auf der Voliere, aber ansonsten haben sie die vier an einander gewöhnt.
Blacky rennt nicht mehr ständig zu Voliere wenn sich dort was bewegt. Es sei denn einer von ihnen läuft auf dem Boden herum oder ein Schwanz schaut aus dem Käfig. Dann kann er doch nicht nein sagen und sprintet los.
Die Liebe zwischen meinem Minizoo wird gleichmäßig verteilt, weil jeder von ihnen seine Daseinsberechtigung hat.
Nur schmusen tu ich nur noch mit Herrn Fuchsberger. Aber die letzten drei Musketiere sind eh sehr scheu.


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