Tim Herden: Norderende

Zum Buch: 
Der Hiddenseer Bauunternehmer Peter Stein liegt tot im Kinowäldchen von Vitte. Der Fall scheint schnell gelöst. Bei der Kinobesitzerin Dora Ekkehard wird die vermeintliche Tatwaffe entdeckt. Sie hat zudem ein klares Motiv. Stein wollte ihr Kino im Ortsteil Norderende abreißen und dafür ein Erlebnisbad bauen. Die Kriminalisten Rieder und Damp stoßen bei ihren Ermittlungen auf ein Geflecht von Vetternwirtschaft und Gier, Liebe und Hass bis Rieder plötzlich abgezogen wird, um auf Rügen den Überfall auf eine Frau aufzuklären. Doch die Spur führt zurück nach Hiddensee.


Endlich gibt es den dritten Band aus der Hiddensee-Rieder-Reihe. Und ich muss schon sagen das ich sehr überrascht war.
Im Kinowäldchen wird ein Toter gefunden. Schnell stellt sich heraus das es sich um einen bekannten Hiddenseeer Bauunternehmer handelt. Und genauso schnell ist eine Tatverdächtige gefunden. Die Kinobetreiberin. Doch nicht nur sie hat ein Motiv. Denn es gibt da ja auch noch die Noch-Ehefrau, den Bürgermeister, Nachbarn, Bruder des Opfers usw. 
Für die Polizei liegt der Fall klar wär der Täter ist. Doch dann geschieht auf der Nachbarinsel Rügen ein weitere Mord. Eine Hiddenseeerin, die in den Fall verwickelt ist wird halbtot aufgefunden. Und Rieder ist gezwungen die Insel zu wechseln und weiter zu ermitteln. 

Dieses Buch ist wirklich spannend schrieben und ich würde wohl sagen es wäre mit Abstand das beste Buch was ich seit langer Zeit gelesen habe, wenn ja wenn es nicht ein aber geben würde. 
Die Story ist wirklich gut. Man trifft alte Bekannte und neue Gesichter in dem Buch. Hiddensee ist eine recht kleine Insel. Aber leider kennt dort auch jeder jeden. Und Rieder hat natürlich inzwischen auch eine Beziehung mit Charlotte. Im Grunde genommen nicht schlimm, weil Charlotte bis jetzt eine Randerscheinung war. Doch in diesem Buch geht die alte Beziehungsleier los. Sie will, er aber nicht zusammenziehen. Und sofort ist der Zoff vorprogrammiert. Hinzukommt, das musste ja am Ende doch noch sein, das Rieder seine Freundin betrügt. 
Ich mag es einfach nicht wenn in einem Buch das Privatleben der Ermittler immer mehr  in den Vordergrund gestellt wird. Früher ging das in Krimis doch auch ohne diesen Schnickschnack. Da war die Ehefrau/ Familie nur eine Randnotiz. Heute werden ganze Kapitel damit gefüllt.

Aber eines muss ich noch los werden. Dieses Buch birgt am Ende eine ziemliche Überraschung mit der ich nicht gerechnet habe. Und es stellen sich mir so einige Fragen. Gibt es zu Norderende eine Fortsetzung oder ist hier aber Schluss? Denn das Ende ist doch ziemlich verrückt.
Worin es besteht? Verrate ich nicht.

Mein Fazit: 
Eines der besten Krimis die ich dieses Jahr gelesen habe, wenn man mal Rieders Beziehung außen vor lässt.
5 von 5 Stern. 

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