Susanne Goga: Tod in Blau

Zum Buch: 
1922. Arnold Wegner malt seine Zeit in starken Kontrasten – Armut und Luxus, Krieg und Vergnügungssucht, Krankheit und Irrsinn. Seine radikalen Bilder, in denen er sich provokant mit der Gesellschaft und der jüngsten Vergangenheit, dem Ersten Weltkrieg, auseinandersetzt, erregen Bewunderung und Abscheu, lassen aber niemanden kalt. Als der Maler tot in seinem Atelier gefunden wird, führt eine erste Spur Kommissar Leo Wechsler zur rechtsextremen Asgard-Gesellschaft, in der viele ehemalige Offiziere verkehren. Gibt es möglicherweise auch eine Verbindung zu dem Toten im Landwehrkanal, bei dem ein Schriftwechsel mit der Asgard-Gesellschaft gefunden wurde? Die Ermittlungen kommen nicht recht voran, bis Leo Wechsler einen Hinweis von der avantgardistischen Tänzerin Thea Pabst erhält. Und es stellt sich heraus, dass es einen Zeugen gibt – der jedoch entzieht sich allen Befragungen durch die Polizei.



Arnold Wegner ist ein Maler der Gegensätze. Er malt mit starken Konstraten, so wie er die Welt sieht und nicht wie sie gerne gesehen werden will. Ist das sein Verhängnis? Muss er deshalb sterben? Oder steckt doch ein eifersüchtiger Liebhaber seiner Geliebten dahinter? Vielleicht war es aber auch die seine eigene Ehefrau. Ungeliebt, unverstanden und immer nach einem Kinderwunsch erfüllt und von Wegner unerwünscht. 
Und was hat das ganze mit einem kleinen, armen Jungen aus Wedding zu tun? Warum wird er von einem Unbekannten verfolgt. 
Aber vielleicht ist doch alles anders. Und der Mörder muss gar nicht in der Kunstszene gesucht werden. 

Susanne Goga führt ein in die Welt der zwanziger Jahren nach Berlin. Doch sie zeigt nicht unbedingt die schillernde Welt der zwanziger, sondern viel mehr den Alltag, die Armut und Probleme, der armen und einfachen Bevölkerung. Hinzukommt das sich auch schon die Anzeichen für eine andere schwere Zeit aufzeichnet. Von der damals wohl noch keiner ahnte was für schlimme geschichtliche Folgen sie haben sollte.

Ein packendes, spannendes Buch in dem man recht lange rätseln darf wer der Mörder war. Einfach und leicht und doch recht bildlich geschrieben.

Mein Fazit: 
Ich habe mir das Buch eigentlich nur gekauft, weil mir der Einband und Story gefiel ohne zu ahnen eine Reihe vor mir zu haben. (Ich habe Band 2 erwischt.) 
Die Bücher lassen sich aber auch unabhänig von einander lesen. Spannend bis zum Schluss. 5 von 5 Sternen. 

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