Helmut Exner: Familientreffen mit Leiche

Zum Buch: 
Es ist eine total verrückte Familiengeschichte, die Lilly Höschen da aufgetischt wird. Die Zwillinge Giovanni und Raphael Saufklever, mittlerweile in den Fünfzigern, besuchen ihre alte Lehrerin und erzählen bis tief in die Nacht hinein. Am nächsten Abend findet ein Familientreffen in einem Hotel in Goslar statt, zu dem Lilly sich gern einladen lässt, um diese kuriosen Leute, über die sie so viel erfahren hat, kennenzulernen. Bei ihrer Ankunft vor dem Hotel wird sie Zeugin eines merkwürdigen Verbrechens. Jetzt ist die schrullige alte Dame in ihrem Element und ermittelt parallel zur Polizei, die den Fall dank ihrer Hilfe schnell aufklären kann. Als die Kommissare erschöpft, aber glücklich Feierabend machen wollen, erhalten sie einen Anruf von Lilly Höschen: Ich hätte da noch eine Leiche im Keller.
Eine Familiengeschichte, die sich über acht Jahrzehnte erstreckt, voller Tragik und Komik, Liebe, Hass und Leidenschaft das ist der Hintergrund für zwei Verbrechen, mit denen diese Familie anlässlich ihres Treffens konfrontiert wird. Plötzlich spielen wieder Geschehnisse eine Rolle, die fast ein halbes Jahrhundert zurückliegen.


Also wenn ich ehrlich sein soll, dann überlege ich schon die ganze Zeit wie ich diese Buch bewerten soll. Dieses Buch ist für mich fern ab von gut und böse. Von gut und schlecht. Von langweilig bis spannend. Immer irgendwo in der Mitte.

Der Aufbau an sich ist ja gar nicht schlecht. Die erste Hälfte befasst sich mehr oder minder mit der Vergangenheit um die Gegenwart besser zu verstehen. Und wenn ich erste Hälfe schreibe, dann meine ich das auch. Genau in der Mitte beginnt dann der eigentliche Krimi mit dem Mordfall der (vielleicht doch) kei Mordfall ist um dann noch kurz vor Toresschluss in einem weiteren (vielleicht) Mord zu Ende.
Der Grundaufbau ist ja gar nicht schlecht. Die Charaktere auch nicht verkehrt. Obwohl ich den Namen der alten Dame Lilly Höschen doch etwas gewöhnungsbedürftig fand. Ich musste immer zu an Liebestöter aus Omas Tagen denken. Aber irgendwie nimmt die Geschicht irgendwann so schnell Fahrt auf, das man ich kaum noch folgen kann. Dazwischen gab es dann immer wieder Passagen die sich, aus meiner Sicht, als Lückenfüller anfühlten um das ganze etwas in die Länge zu ziehen.

Mein Fazit: 
Ja, was soll ich sagen. Ich muss wohl noch ein zweites Buch lesen. Dieses hat sich recht schnell gelesen. Der Stil war angenehm. Bevor ich entscheiden kann ob ich den Autor und seine Reihe mag. Ich gebe 3 1/2 Sterne von 5 

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