Dora Heldt: Unzertrennlich

Zum Buch: 
Die beste Freundin: Sie ist Beraterin, Trösterin und hat einen schon vor manchem Fehler bewahrt. Ob Sorgen, Ängste, Freud oder Leid, alles kann man ihr anvertrauen. Die beste Freundin ist der Mensch für alle Fälle. Ihr verzeiht man alles, mit ihr kann man alles teilen … nun ja, fast alles. Männer nicht. Und erst recht nicht über Jahre hinweg. Ihre ehemals beste Freundin Antje ist für die geschiedene Verlagsfrau Christine deshalb ein knallrotes Tuch. Und auch sonst trägt sie seither Frauen gegenüber nicht das Herz auf der Zunge. Wen wundert es da, dass sie bei einem Treffen mit einigen befreundeten Kolleginnen das Weite sucht, als eine von ihnen ein Lob auf die Herzensfreundin jeder Frau anstimmt?

Ruth – Herausgeberin des Stadtmagazins, für das Christine nebenher Kolumnen schreibt – ist jedenfalls höchst erstaunt. Es kann doch nicht sein, dass frau aufgrund einer schlechten Erfahrung den Glauben an tiefe Frauenfreundschaften verliert! Diese Skepsis gilt es Christine auszutreiben, findet sie und erklärt den Freundinnen ihren Plan: Wie wäre es, wenn sie Christines alte Weggefährtinnen ausfindig machen und zu ihrem vierundvierzigsten Geburtstag einladen würden? Gesagt, getan. Mit Hilfe von Christines Geschwistern beginnt ein regelrechtes Detektivspiel. Christine, die von alldem nichts ahnt, hat indessen ganz andere Probleme …


Was macht eigentlich eine gute bzw beste Freundin aus? Und gibt es diese überhaupt?
Für Christine, die seit vier Jahren geschieden ist und eine ziemliche offene Beziehung mit einem verheirateten Mann führt, scheint es das nicht zu geben.
Ihr Kollegin Ruth kann das nicht glauben und setzt einen Plan um. Sie trommelt mit Hilfe von jetztigen Freundinnen und Geschwister Christine alte Weggefährten zusammen. Dabei gibt es natürlich reichlich alte Erinnerungen aber auch Missverständnisse und Probleme.
Nur Christine ahnt von alle dem nichts und plagt sich mit einem anderen Problem. Richard oder nicht Richard oder doch Richard oder lieber Sven.

Auf witzige Weise beschreiben Christines alte Freundinnen woher sie sie kennen und was eine Freundin aus macht.
Ich habe mich auch mal gefragt was eine Freundin ausmacht. (Aus dem Fragebogen an Christines Freundin)

Eine Freundin ist: jemand mit dem man Pferde stellen kann und (fast) immer da ist wenn man sie braucht.

Meine beste Freundin und ich kennen uns auch über 20 Jahre. Wir haben in der selben Straße gewohnt und wurden uns durch eine gemeinsame Freundin vorgestellt. Wir sind grundverschieden, aber im Herzen immer noch Schwestern geblieben, weil wir auch durch dick und dünn gehen, wenn es mal brennslich wird. Und weiß Gott es war in unserer Jugend oft brennslich. ;)

Mein Fazit: 
Ein nettes Buch, das einen dazu anregt mal über alte Freundschaften nachzudenken und vielleicht auch dazu bringt wieder mal zum Telefonhörer zu greifen.

4 von 5 Sternen.

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