Sabine Wierlemann: Mordwoche

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Plötzlich gerät der Alltag in der schwäbischen Kleinstadt Bärlingen durch eine Leiche aus den Fugen. Nie im Leben hätten Gerda und Otto König, die Inhaber des alteingesessenen Friseur-Salons gedacht, dass sie einmal einen Mörder jagen würden. Doch jetzt laufen im Friseurgeschäft nicht nur die Trockenhauben heiß, sondern auch die Mörder-Spekulationen auf Hochtouren.

Unversehens sind Gerda und Otto König mittendrin in einem Mordfall, der allerdings erst auf den zweiten Blick seinen wahren Abgrund offenbart. Und weil Gefahr in Verzug ist, macht sich das Friseur-Ehepaar kurzerhand selbst daran, auf ziemlich unkonventionelle Weise zu ermitteln.

Aber auch die Polizei ist nicht tatenlos. Treibt ein unbekannter Killer sein Unwesen in der beschaulichen Kleinstadt? Hauptkommissar Georg Haller und seine Kollegin Lisa-Marie Töpfer sind ganz nah dran an den skurrilen aber liebenswerten Einwohnern Bärlingens und merken, dass nicht nur die gemeinsame Suche nach dem Mörder Spannung in ihre Beziehung bringt.


Also ich will ehrlich sein. Eigentlich fand ich die Beschreibung witzig. Und die Tatsache das die Ermittler mal aus dem Frisörgeschäft kommen sollte war doch mal was anderes. Doch dann kam ich schon nach dem zweiten Kapitel nicht mehr wirklich mit.
Die Tatsache das die Autorin dermaßen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springt hat mich schon ziemlich verwirrt. Auch das gar nicht das Ehepaar König wirklich ermittelt dafür aber die Polizei mehr die Hauptfigur spielt. Auch das Liebesleben des „Chefermittlers“ ging mir nach dem 5 Kapitel gewaltig auf den Keks. Ein 45 jähriger der ewig keine Freundin hatte, so gut wie keine Erfahrung mit Frauen, aber plötzlich der tolle Hecht für seine 20 Jahre jüngere Kollegin darstellt steht für mich im Widerspruch. Genauso wie die Polizei irgendwie immer durch Zufall von Ermittlungsergebnissen erfährt. Keine Dialoge zum Verhören. Dafür reichlich Klatsch im Frisörsalon. Und dann auch noch die Gewissensbisse des Mörders am Ende.
Ehrlich gesagt irgendwann konnte ich der Geschichte und ihrer Logik nicht mehr folgen.

Mein Fazit:
Die Geschichte hätte gut sein können, wenn sich die Autorin mal auf das wesentlich, die Ermittlung und die Ermittler, konzentriert hätte und nicht das ganze drum herum.
1 von 5 Sterne.

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