Marco Gallina: Die Tochter des Marco Polo

Zum Buch: 
Das Leben eines Teenagers ist schwer. Noch schwerer ist es, wenn dieser Teenager Laura Memmo heißt, im China der Ming-Dynastie lebt und einen Vater mit Marco-Polo-Wahn hat. Der Alltag der Venezianerin endet abrupt, kaum, dass ihr letzterer ein geheimnisvolles Manuskript überreicht. Hatte sie bis dahin nach Harmonie in einem Bergkloster gestrebt, muss sie dieses verlassen und sich bis nach Beijing durchkämpfen. Der Beamtensohn Kei Feng, der sich auf ihrer Odyssee an die „unzivilisierte Barbarin“ geheftet hat, stellt sich als weiteres, lästiges Problem heraus. In der Hauptstadt angekommen, muss sich das ungleiche Duo nicht nur den Gefahren einer Palastintrige erwehren, sondern sich auch gegen die berüchtigte chinesische Bürokratie durchsetzen, die lieber über das richtige Geschirr zur Pekingente diskutiert, statt die „Lotusverschwörung“ zu bekämpfen.
Und das alles nur, weil Laura nach einem Beweis sucht, dass Marco Polo wirklich in China war....

„Die Tochter des Marco Polo“ ist ein Historischer Abenteuerroman. Warnhinweis: Kann Spuren von skurrilem Humor beinhalten!


Laura ist ein ganz normales Mädchen aus der Renaissance . Tochter aus guten Haus oder besser gesagt einer sehr alten venezianischen Familie. Teenager mit all seinen großen und kleinen Problem. Der Vater ständig auf Handelsreise und die Mutter nur mit dem Familienunternehmen beschäftigt verbringt Laura ihre Zeit in einem Kloster.
Wie gesagt die Memmo ist ein ganz normales Mädchen, das gerne mal aufbraust, eine gute Bogenschützin und Teeliebhaberin. Und eigentlich könnte Laura ein ganz normales Leben führen, wenn ja wenn da nicht die Harmonie in dem Kloster gestört wird und sie dieses verlassen muss. Leider begegnet sie auf dem Weg nach hause dem Höfling und Nervensäge Kei Feng.

Also mehr werde ich nicht zu der Geschichte selber sagen. Außer das ich an Lauras Stelle den Höfling den Erdboden gleich gemacht hätte. Dieser Typ ist die reinste Plage für mich gewesen. Innerlich habe ich den Typen in der Luft zerrissen. Und wenn ich innerlich solche Emotionen zeigen, dann heißt das das die Geschichte wirklich gut ist.
Der Stil ist, wenn man sich an ihn gewöhnt hat, sehr leicht lesbar. Mit dem Humor des Autors muss man schon leben können, da er gerne die Vergangenheit und Gegenwart, was diesen betrifft,
vermischt.
Witzig ist auch die sogenannte Dialekt- Geschichte. Und bevor hier jemand rum mosert. Soweit mir bekannt gibt es in keine wirkliche Rechtschreibung in dem Fall.
Die Geschichte selber ist sehr stimmig. Zu Beginn lernt man erst die Protagonisten kennen. Kurz vor der Mitte beginnt die eigentliche Geschichte. Die zum Ende hin noch mal ordentlich Fahrt auf nimmt und schon ein bisschen was von einem Krimi hat. ;)

Mir hat das ganze Paket gut gefallen.

Mein Fazit:
Ein charmantes Erstlingswerk. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Warum nur vier? Weil ich weiß das der Autor noch mehr auf dem Kasten hat und ich seinen Ehrgeiz geweckt wissen will. ;)

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