Peter Gethers: Klappohrkatze kommt nach hause

Zum Buch: 
Seit sechszehn Jahren sind Klappohrkater Norton und sein Herrchen Peter unzertrennlich. Gemeinsam haben sie viel erlebt, sind durch Amerika und Europa gereist und haben die Herzen von Mensch und Tier im Sturm erobert. Nach diesen schönen gemeinsamen Momenten, steht den beiden jedoch eine schwere Zeit bevor - denn Norton wird plötzlich krank. Als Beweis seiner Freundschaft tut Peter alles, um seinen kleinen vierbeinigen Freund zu helfen, und beschließt mit ihm eine letzte große Reise anzutreten ...

Dies ist das letzte Buch der Klappohrtrilogie, wenn man sie denn so nennen kann. Und im Gegensatz zu anderen Büchern wird es in diesem Buch kein Happy End geben. Im wahren Leben steht am Ende eines jeden Lebens auch kein Happy End. So schrecklich das ist, aber am Ende unseres Lebens müssen wir alle einmal über die Regenbogenbrücke gehen. Und Norton war ja nun mal ein reales Tier. So schmerzlich das ganze auch ist, aber das sterben gehört nun einmal zum leben dazu. Egal ob bei Mensch oder Tier.
Diese Erfahrung habe ich dieses Jahr selber bei unsere Katze machen müssen. So wie Peter vor 14 Jahren.
Doch ich sollte beim Anfang dieses Buches beginnen.
Mir war klar das es in diesem Buch zum Abschied der süßen Klappohrkatze kommen wird. Aber wie jeder „normale“ Mensch habe ich das zu Beginn auch verdrängt. Sagen wir bewusst verdrängt. Ja ich ging sogar soweit und fluchte über dieses Buch sehr, weil es sich wie ein Abklatsch des zweiten las. Zu mindestens bis zur Mitte des Buches. Nur kurz am Rande wurde erwähnt das Norton schwer krank ist.
Jetzt wo ich mit dem Buch durch bin ist mir klar, das Peter Gethers nichts anderes getan hat, als das eigentliche Thema, das Ende und den letzten und schwersten Gang, nur herauszuzögern versucht hat. Doch auch er musste sich irgendwann der Realität stellen und über Nortons Krankheit(en) berichten.
Norton hatte CNT und Krebs. Genau wie unsere geliebte Katze auch. Daher weiß ich wie schwer es ist mit diesen Diagnosen umzugehen. Doch Peters Vorteil war, das man beide Krankheiten rechtzeitig erkannte und etwas herauszögern konnte und sein „Papa“ noch einige wunderschöne Jahre mit ihm haben durfte. Sicher könnte man jetzt mit dem Finger auf ihm zeigen und sagen: Siehst Du... hättest Du dieses oder jenes anders gemacht, dann … . Pfeif auf die Klugsch.. Niemand weiß so genau warum, weshalb und wieso manchen Dinge geschehen.
Auf liebevolle weiße beschreibt der Autor die letzten Jahre mit Norton. Seinen Umgang, seine zeitweise Hilflosigkeit, der letzte schwere Gang und das Ende. Die Art wie Menschen die Norton kannten, egal ob aus den Büchern oder persönlich, mit seinem Tod umgegangen sind.

Ich gebe zu das ich letzten 20 % des Buches nur mit einen Packung Taschentücher überstanden habe. Meinen Kater, wann immer ich nach hause kam fest an mich gedrückt habe und auch die eine oder andere Träne geweint habe. Ich habe oft an unsere eigene Katze Blanka gedacht, die Anfang des Jahres an den Folgen von Krebs und CNT starb.
Und ich habe mit Peter gefühlt und ihn nur all zu gut verstanden, auch wenn ich nicht immer einer Meinung über Katzenhaltung mit ihm war.

Mein Fazit:
Norton ist nun schon 14 Jahre tot. Ruhe in Frieden. Ich hoffe Du bist glücklich auf Deiner Wolke. Ein wunderschönes Buch als krönender Abschluss einer, lustige und doch auch traurigen, ehrlichen Reihe.

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