Hardy Pundt: Friesenwut

Zum Buch: 
.Eine Landstraße in Ostfriesland, weit nach Mitternacht. Es kracht. Die Landwirtstochter Freya Reemts, mit dem Fahrrad von der Disco nach Hause unterwegs, wird von einem Auto erfasst und in den Straßengraben geschleudert. Kurz darauf verliert der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallt gegen einen Baum.
Für Kommissarin Itzenga und ihren Kollegen Ulferts von der Kripo Aurich scheint der Fall klar - der Unglückswagen war viel zu schnell unterwegs. Bis ein Stückchen Stoff am Unfallort entdeckt wird. Es ist Teil eines Kleidungsstücks, das keiner der beteiligten Personen zugeordnet werden kann 
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Ich gebe ja zu, das ich Küstenkrimis liebe. Aber von diesem war ich irgendwie enttäuscht. Um das mal gleich vor weg zu sagen.
Da dies, wie ich im nach hinein feststellen musste, ein Buch aus der Mitte einer Reihe war blieben für mich viele Fragen einfach unbeantwortet. Zum Beispiel warum der eine Kommissar so einen merkwürdigen Namen hat. Auch war nicht ersichtlich wer den nun den Fall wirklich klären sollte Ulferts oder Tanja? Oder wer denn der Chef wäre.
Was mir gehörig auf die Nerven ging war die permanente Erklärung von Teezubereitung. Speziell von Ostfriesentee. Das hatte schon echt was von Schleichwerbung. Und ich bin selber eine leidenschaftliche Teetrinkerin. Doch dies war echt des guten zu viel.
Auch die „Schleichwerbung“ für die Karl May Festspiele ging mir nach zwei Seiten auf die Nerven.
Ich habe mich ja schon mal zum Thema Dialekte in einem anderen Buch geäußert. Bloß gut das ich des Plattdeutschen mächtig bin. In diesem Buch wurde ja damit nur so um sich geworfen. Das war eindeutig zu viel und ich kann mir echt nicht vorstellen das jemand aus den südlichen Gefilden diese Buch bis zum Ende lesen wird, wenn er ständig eine „Sprache“ lesen muss die er nicht versteht.
Ich habe am Ende irgendwo den Faden bei diesem Krimi verloren. Kein Wunder bei dem vielen plattdeutsch, der Schleichwerbung für eine Teesorte und einem Festspielort.
Und genau das ist der springende Punkt. Es gab zwar eine Reihe von Verdächtigen. Doch deren Verdacht sich im laufe des Buches immer mehr in Wohlgefallen auflöse oder die man durch logische Schlussfolgerungen ausschließen konnte. Und am Ende welch eine Überraschung war der Täter dann.... Nein das verrate ich jetzt nicht. Aber er gehörte nicht zum Kreis meiner Verdächtigen. Wie auch? Da er kaum in Erscheinung trat. Und um die Sache noch „perfekt“ abzurunden gab es ganz zum Schluss beim Thema Mordopfer eine Überraschung die ihres gleichen sucht.

Mein Fazit:
Diese Buch ist bei mir gnadenlos durchgefallen.  

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