Anne Gesthuysen: Wir sind doch Schwestern

Zum Buch:
Die wahrscheinlich fabelhaftesten Großtanten der WeltDrei Schwestern, drei Leben, drei Lieben – und das Porträt eines ganzen Jahrhunderts. Anne Gesthuysen hat ein mitreißendes Buch über ihre faszinierenden Großtanten geschrieben, die zusammen 298 Jahre alt geworden sind.Katty, Paula und Gertrud treffen sich zu Gertruds 100. Geburtstag. Sie wollen ihre Zukunft planen, doch vorher müssen sie ihre Vergangenheit klären. Gertrud hat noch gute Augen, aber hören kann und will sie nicht. Paula kann kaum noch sehen, hat aber immer ein offenes Ohr für ihre Schwestern. Und Katty, das Nesthäkchen, will auch mit 84 Jahren Feste feiern, wie sie fallen, so wie damals, als sie schon meisterhaft beherrschte, was man viel später erst PR nannte. Allen gemeinsam sind Eigensinn, Humor und eine angeborene Kreislaufschwäche, die mit exorbitant starkem Kaffee und gutem Schnaps bekämpft wird – so auch in diesen Tagen auf dem Tellemannshof, wo in jedem Winkel die Erinnerung lauert …Eindringlich verwebt Anne Gesthuysen Gegenwart und Vergangenheit und entfacht dabei ein Feuerwerk von Geschichten, die sich quer durch das 20. Jahrhundert ziehen. Sie erzählt von Katty, der charmanten Strippenzieherin mit ihrer Verehrung für Adenauer und ihrer Liebe zu einem charismatischen Großbauern, von Gertruds schicksalhafter Verlobung und dem Spion, den sie versteckte. Von Paula, die ihren Mann an Männer verlor und stets die Lebenslust bewahrte. Vom Tausch eines Huhns gegen einen Rembrandt, von einem Leumundsprozess, der den ganzen Niederrhein in Atem hielt, und von drei starken Frauen mit dem Mut zur Eigenständigkeit. Große Lebensgeschichten mischen sich mit wunderbaren Anekdoten, das Weltgeschehen mit dem Leben am Niederrhein. Ein unwiderstehliches Buch: so komisch wie berührend, so liebevoll wie wahrhaftig.

Im Grunde genommen sag die Kurzbeschreibung schon alles zu diesem Buch. Drei Frau, drei Leben, drei Mal Liebe, Probleme, Sorgen, Nöte, Glück und Leid.
So wird es zu mindesten angekündigt. Doch in erster Linie beschäftigte sich das Buch mit Katty der jüngsten der drei Schwester. Immer wieder verwebt sich ihr Leben auch mit dem ihr großen Schwester Gertrud. Kein Wunder, denn beide Frauen sind mit dem Tellemann Hof irgendwie verbunden.  Und das nicht unbedingt im positiven Sinne.
Einzig Paula kommt irgendwie zu kurz in dem Buch. Sie ist die mittlere der drei Mädels und hat irgendwie immer die unleitliche Aufgabe zwischen den  beiden anderen Dickköpfen zu vermitteln.
Das Buch selber springt  immer wieder zwischen den Zeitzonen (damals und heute) hin und her. Was am Anfang irgendwie gewöhnungsbedürftig für mich war. Aber irgendwann bin ich in das Buch eingetaucht und habe in jeder freien Minute gelesen, wann immer ich konnte. Da ich selber Ahnenforschung betreibe konnte ich die Geschichte um die drei Franken Schwestern gut nachvollziehen.

Mein Fazit: Das Buch ist nicht für jeder man gedacht. Aber wer schon immer mal nach Leichen im Familienkeller suchen wollte oder aber sich für die Geschichte/ Vergangenheit seiner Familie interessiert, dem wird as Buch gefallen. Wenn es auch an einigen Stellen nicht leicht zu lesen war.
Mir hat es sehr gut gefallen.

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